Studien zufolge gelangen weltweit etwa 80 Prozent der Meeresabfälle vom Land ins Wasser. Einer der Gründe dafür: eine fehlende Infrastruktur für die Abfallerfassung und Verwertung. Weltweit haben Milliarden Menschen keinen Zugang zu kontrollierter Müllentsorgung. Daher sind weltumspannende Anstrengungen für ein besseres Abfallmanagement nötig, an denen sich die Kunststofferzeuger beteiligen. So haben Kunststoffverbände weltweit im März 2011 mit einer globalen Deklaration Lösungen gegen Meeresmüll ins Rollen gebracht. 75 Organisa­tionen aus 40 Ländern haben die Deklaration bereits unterzeichnet und fördern rund 355 Projekte, darunter effektives Abfallmanagement zur effizienten Verwertung sowie die Auf­klärung der Menschen vor Ort. Seit 2013 engagieren sich zudem weltweit führende kunststoff­erzeugende Unternehmen und ihre Organisationen im World Plastics Council (WPC) für Maßnahmen zur Stärkung der Kreislaufwirtschaft und zur Bekämpfung von Meeresmüll. Auch bei den jüngsten Beratungen der G7- und G20-Staatengemeinschaften zu Müll im Meer war das WPC beteiligt und brachte erste Erfahrungen und Ergebnisse aus den Projekten ein.

Um den Austausch beim Umwelt- und Meeresschutz weiter voranzubringen, setzt das WPC auf den intensiven Dialog mit internationalen Stakeholdern: Führende Experten aus dem Bereich der Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft wurden daher kürzlich gebeten, ihre Lösungsansätze zu Marine Litter vorzustellen. In einem fünfminütigen Video sind nun einige dieser Aussagen zusammengefasst. Zu den Experten, deren Stimme hier Gehör findet, gehören Richard Thompson, Professor für Meeresbiologie der University of Plymouth, Patrick Thomas, Gründer des World Plastics Council, Robert Kaplan, CEO bei Circulate Capital, Nina Goodrich, Leiter der Sustainable Packaging Coalition und Anton de Vries, Leiter Enerkem.

Hauptansätze bei der Bekämpfung von Müll im Meer sind aus Sicht des World Plastics Council die Förderung einer geordneten Müllentsorgung und eines effektiven Abfallmanagementsystems, eine effizientere Ausgestaltung der Kunststoffverwertung sowie Information und Aufklärung bei Menschen für einen achtsameren Umgang mit Abfällen welcher Art auch immer.

Hier geht es zur englischen Pressemitteilung rund um die Veröffentlichung des Marine-Litter-Videos.

 

Über das World Plastics Council

Seit mehreren Jahren unterstützt das World Plastics Council (WPC) Innovationen und Lösungen für einige der größten globalen Herausforderungen unserer Zeit. Auf der K-Messe 2013, der weltweit bedeutendsten Innovationsplattform für die Kunststoff- und Kautschukindustrie, fand die erste Zusammenkunft der internationalen Vertreter der Kunststoffindustrie statt. Seit dieser Zeit ist das WPC kontinuierlich gewachsen, zuletzt traten dem Forum im Januar 2018 zwei führende kunststofferzeugende Unternehmen aus Deutschland und den USA bei. Damit vereint das WPC mittlerweile einen Großteil der Kunststoffproduktion weltweit mit Firmen aus Asien, Europa, dem Nahen Osten sowie Nord- und Südamerika. Dies ist auch deshalb von großer Bedeutung, weil eine der Kernaktivitäten des WPC die Unterstützung internationaler Lösungen gegen das globale Problem der Meeresverschmutzung ist.